27. August 2014 - POL-DH: +++ Fliegerbombe bei Erdarbeiten in Innenstadt von Twistringen gefunden + Evakuierung wird aktuell durchgeführt + Infotelefon für die Bürgerinnen und Bürger eingerichtet +++

Diepholz (ots) - Bei Erdarbeiten in der Innenstadt von Twistringen wurde am heutigen Mittwoch eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Spezialisten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst sind vor Ort und entscheiden kurzfristig, ob die Fliegerbombe vor Ort entschärft werden kann oder gesprengt werden muss. Eine Evakuierung der betroffenen Einwohner in einem festgelegten Sicherheitsradius rund um den Fundort am Marktplatz wird aktuell durch Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst durchgeführt.

Ein Infotelefon für die Einwohner von Twistringen ist unter der Telefonnummer 04243/4130 eingerichtet.

Rückfragen bitte an die Pressesprecher von Feuerwehr und Polizei unter folgenden Handynummern:
Andrik Hackmann (Polizei Diepholz): 0152/09480104
Axel Hofmeister (Kreisfeuerwehr): 0176/41715142

Eine Pressestelle für Medienvertreter ist im Vereinsheim des SC Twistringen an der Lindenstraße eingerichtet.

Es wird nachberichtet.

OTS: Polizeiinspektion Diepholz
newsroom: http://www.polizeipresse.de/pm/68439
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Twistringen (ah) Die am Mittwoch gegen 09:00 Uhr während Bauarbeiten auf dem Marktplatz gefundene Fliegerbombe konnte am Abend um 22:35 Uhr von Angehörigen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes erfolgreich gesprengt werden.
Bereits am frühen Nachmittag begannen die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst mit den umfangreichen Vorbereitungen zur Evakuierung von rund 500 Bewohnern, die innerhalb des festgelegten Sicherheitsbereiches von etwa 300 Metern um die Fundstelle ihre Häuser und Wohnungen verlassen mussten. Die Unterbringung und Betreuung erfolgte für 230 Personen im Gymnasium für den westlichen Teil , sowie in der Haupt -und Realschule im östlichen Teil der Bundesstraße 51.
Der im Feuerwehrhaus Twistringen eingerichtete Stab um Einsatzleiter Heinrich Meyer-Hanschen (Stadtbrandmeister Twistringen) meldete gegen 19:20 Uhr den Abschluss dieser Maßnahmen.
Ein Polizei Hubschrauber (Phoenix 29 aus Rastede) führte einen Kontrollflug durch und gab den Sicherheitsbereich frei, so dass die Mitglieder des Kampfmittelbeseitigungsdienstes um 19:30 Uhr mit dem Versuch der Entschärfung des Sprengkörpers beginnen konnten. Leider wurden die Arbeiten immer wieder durch uneinsichtige Schaulustige gestört die die Absperrungen ignorierten, so dass die Arbeiten mehrfach unterbrochen werden mussten. Nach etwa zwei Stunden zeigte sich, dass eine Entschärfung nicht möglich war, so dass man sich zu einer kontrollierten Sprengung vor Ort entschlossen hat, Diese erfolgt dann um 22:35 Uhr, im weiteren Verlauf wurden die Evakuierung als auch die Absperrmaßnahmen wieder aufgehoben.
Bei dem Sprengkörper handelte es sich um eine "Flugzeugbordrakete des Typs SAP 60".
Während einer kurzen Abschlussbesprechung betonten Vertreter der Stadt, der Feuerwehr und der Polizei die sehr gute Zusammenarbeit und bedankten sich bei den etwa 230 Einsatzkräften für ihren Einsatz, der ohne Personen- und Sachschäden beendet werden konnte.
Überrascht zeigten sich die Pressesprecher der Polizei (Andrik Hackmann) sowie der Feuerwehr (Axel Hofmeister) über das starke mediale Interesse durch Printmedien, Nachrichtenagenturen und Radiosender, die über Stunden mit den aktuellen Informationen zum Einsatz versorgt wurden.