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Übergabe von Drohnen an Kreisfeuerwehr und DRK

Erkundung ist der dritten Dimension

200220 Drohne Lk Ernennung WilfriedSiemersKreisrat Jens-Herrmann Kleine ernannte Wilfried Siemers zum „Fachberater für Drohnenausbildung der Kreis- und Regieeinheiten des Katastrophenschutzes im Landkreis Diepholz“  Landkreis übergibt Drohnen an die neuen Drohnen-Erkundungseinheiten der Kreisfeuerwehr und des DRK Landkreis Diepholz e.V. - Fachberater für Drohnenausbildung im Landkreis Diepholz wird ernannt.

   Schwaförden (mt/ras) – Ein weiterer Meilenstein in der Zusammenarbeit von Kreisfeuerwehr und DRK Landkreis Diepholz e.V. wurde gesetzt“, so Kreisbrandmeister Michael Wessels bei der Auftaktveranstaltung der drei Drohnengruppen am 20. Februar 2020 in Schwaförden. Es hat einige Sitzungen auf Kreisfeuerwehrebene und Landkreisebene benötigt“, so Wessels weiter, „dann habe man gemeinsam mit dem DRK Landkreis Diepholz e.V. ein Drohnen-Einsatz-Modell aufgestellt, was für die Größe des Landkreises einsatztaktisch gut genutzt werden kann.“ Es gab in der Vergangenheit immer wieder Einsätze im Bereich der Feuerwehren aber auch in Amtshilfe für die Polizei bei vermissten Personen, wo so ein Drohnenteam hilfreich gewesen wäre. Dieses möchten die Institution nun mit den drei Drohnenteams abdecken. Bevor die Teams zu Einsätzen alarmiert werden können, ist eine vernünftige und umfassende Ausbildung notwendig. Diese erhalten die Mitglieder der Gruppen zukünftig dank der Koordination durch einen Fachberater. Kreisrat Jens-Herrmann Kleine ernannte dazu mit einer offiziellen Urkunde, Wilfried Siemers aus Schwaförden zum „Fachberater für Drohnenausbildung der Kreis- und Regieeinheiten des Katastrophenschutzes im Landkreis Diepholz“. Siemers ist selbst Drohnenpilot und kam über seine Mitarbeit in den Kreiszeltlägern in Sudwalde und Barver letztlich an die neue Aufgabe, obwohl er selbst nicht in der Feuerwehr oder dem DRK aktiv ist. Er wird nun das Ausbildungskonzept gemeinsam mit den drei Koordinatoren der Gruppen aufstellen und umsetzen. Ziel ist es, die Einheiten schnellstmöglich, aber unter Einhaltung aller Vorschriften einsatzbereit zu bekommen.

Die drei Drohnenteams bestehen aus den zwei Teams der Feuerwehr und einem gemischten Team aus Feuerwehr und DRK. Bei der Feuerwehr sind die Drohnengruppen an die beiden Technischen Einsatzleitungen, mit dem Standorten Stuhr und Schwaförden, angegliedert. Das dritte Team vom DRK Landkreis Diepholz e.V. und Mitgleidern der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Diepholz ist am Standort Krankenhaus Diepholz stationiert. „So habe man eine sehr gute Abdeckung mit den Drohnen-Standorten im Landkreis Diepholz“, zeigten sich die Planer zufrieden mit diesen Standorten.

Die Geschäftsführerin vom DRK Landkreis Diepholz e.V., Ulrike Hirth-Schiller, war ebenfalls gekommen, um die Bereitschaft der Zusammenarbeit, wie auch an vielen anderen Stellen zu unterstützen. „Das DRK hat ein bisschen vorgearbeitet und ein ehemaliges Notarzteinsatzfahrzeug als Fahrzeug für die südliche Drohnengruppe umgearbeitet“, sagte Sie im Rahmen der Grußworte. Nicht ohne Stolz präsentierten die DRK-Vertreter das mit wenigen Mitteln umgebaute Fahrzeug den angehenden Drohnenpiloten. Mit einem Augenzwinkern fügte Ulrike Hirth-Schiller hinzu: „nächstes Jahr gehen zwei weitere NEF außer Dienst“. Gerichtet war dieser Hinweis an Kreisbrandmeister Michael Wessels. Bei den beiden TEL wird die Drohnengruppe mit den bereits vorhandenen Mannschaftstransportwagen ausrücken.

Ebenfalls unter den Gästen der Geschäftsführende Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes. Mit seiner Hilfe hatte die Kreisfeuerwehr bereits 2017 eine erste Drohne anderen Typs für die Ausbildung angeschafft. Auch diese Drohne wird im Übungsdienst weiter zum Einsatz kommen. 

Zum Schluss stellten Axel Vetter vom DRK Landkreis Diepholz e.V. und Kreisbrandmeister Michael Wessels die vom Landkreis Diepholz aus Mitteln des Katastrophenschutzes beschafften drei identischen Drohnen vom Typ DJI Mavic 2 mit dem umfangreichen Zubehör vor. Die Drohne (ohne ausgeklappte Rotorarme) ist kaum größer als eine Hand, verfügt aber im Standard schon über eine Kombikamera mit normalem und Infrarotobjektiv. Beide Bilder können bei Bedarf auch übereinandergelegt werden. Den Einsatzradius gaben die Fachleute mit ca. 4km an. Theoretisch auch in die Höhe, aber das wird zum einen nicht benötigt und ist zum anderen auch gesetzlich in Deutschland beschränkt. Die neun mitgelieferten Hochleistungsakkus sind so ausgelegt, dass damit ein kontinuierlicher Betrieb der Drohne gewährleistet ist. Ein Akku ermöglicht eine Einsatzdauer von etwa einer halben Stunde. Einsatzszenarien sind u.a. Erkundungen von großen Einsatzstellen, Personensuchen oder die Erkundung von Gebieten, die von den Einsatzkräften selbst nicht oder nicht mehr betreten werden können.

200220 Drohne Lk Auftaktveranstaltung200220 Drohne LK Präsentation der Drohnen